Projekt Frauenbildungszentrum: lebensnah - visionär - unabhängig - vielseitig

Rundbrief Nr. 1/2003

Liebe UnterstützerInnen und Interessierte,
zum ersten Mal bekommst du/bekommen Sie heute unseren Projekt-Rundbrief. In Zukunft wollen wir damit regelmäßig alle Menschen, die am Aufbau des Projekts interessiert sind, über den Stand der Dinge informieren und auf dem Laufenden halten. Darüber hinaus soll der Rundbrief auch ein Forum sein, um auf andere interessante Veranstaltungen und Entwicklungen im Frauenbereich aufmerksam zu machen. Wenn du/Sie vorab noch mehr zum Konzept erfahren möchtest/möchten, dann melde dich/melden Sie sich doch einfach bei uns. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen uns über Rückmeldungen, Anregungen und Tipps!

Schöne Frühlings-Grüße,
Christine Hertrich und Mirjam Elsel

P.S. Wenn du/Sie Menschen kennst/kennen, die Interesse an diesem Rundbrief haben, dann nehmen wir deren Adressen gerne in den Verteiler auf!

Inhalt:

1. Zum Stand des Projekts

Vernetzung

Ein Schwerpunkt der Arbeit ist zurzeit die Vernetzung mit anderen Gruppen, Projekten und Initiativen auf regionaler und überregionaler Ebene. Diese Vernetzung ist eine ganz wichtige Grundlage für den Aufbau des Projekts. Wir möchten mit dem Projekt an vorhandene Strukturen anknüpfen und dafür eine Bereicherung sein. Das gelingt nur, wenn wir mit vielen anderen zusammen arbeiten. Dazu stellen wir das Projekt bei verschiedenen Gruppen und Organisationen persönlich vor, versuchen dafür zu begeistern und weitere UnterstützerInnen zu gewinnen. In einigen Netzwerken sind wir darüber hinaus selbst aktiv - z.B. bei baff (Beruflich aktive Frauen in Franken) oder in der bundesweiten AG Feminismus und Kirchen.

Unterstützerinnenkreis

Der Unterstützerinnenkreis, in dem ca. 15 Frauen aus verschiedenen Bereichen - u.a. Frauenbeauftragte der Stadt, BDKJ, AusländerInnenbeirat, Theologinnen - vertreten sind, begleitet den Aufbau des Projekts, berät in praktischen Dingen und gibt Ideen. Wichtig ist dabei vor allem, dass Erfahrungen von Frauen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen in die Diskussion und Weiterentwicklung des Konzepts einfließen.

Schwerpunkt des letzten Themas waren die Vorüberlegungen für ein erstes Programm. Dabei wurde diskutiert, welche Bedeutung die Entstehung eines neuen Ortes für Frauen haben kann, was mit dem Frauenbildungszentrum erreicht werden soll und welches Angebot den Bedürfnissen und Möglichkeiten von Frauen in der Region entspricht.

Programm

Ein schönes und besonderes Fest wird Ende September Lust auf das Projekt machen. Eingeladen werden alle UnterstützerInnen, Mitarbeiterinnen, SpenderInnen und MultiplikatorInnen. Das Fest wird der Startpunkt für ein kleines Programm sein, das eine eigene Programm-AG zurzeit entwickelt. Mit dem Programm wird der Aufbau des Frauenbildungszentrums begleitet und in der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Genaueres gibt es in den nächsten Rundbriefen.

Mitarbeiterinnen

Inzwischen haben einige Frauen ihre Mitarbeit beim Aufbau des Frauenbildungszentrums angeboten und sind schon engagiert eingestiegen. Es gibt viele Möglichkeiten, beim Aufbau des Projekts einzusteigen und aktiv zu werden: Programmplanung, Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit oder SpenderInnenwerbung.

Büro

In unseren Arbeitsräumen in der Luitpoldstrasse 21 in Bamberg arbeiten wir - Mirjam Elsel und Christine Hertrich - nun seit März zu zweit am Aufbau des Projekts. Wir sind hier in der Regel Montag bis Mittwoch von 9 - 17 Uhr persönlich zu erreichen, ansonsten kannst du/ können Sie uns Nachrichten auf Band hinterlassen. Tel: 0951 - 29 71 59 64

Finanzierung

Für die Aufbauphase des Projekts kamen bisher ca. 12.000 Euro Spendenzusagen zusammen. Das ist schon ein ganz wichtiger Erfolg. Ganz herzlichen Dank dafür an alle SpenderInnen! Es bleibt aber auch noch viel zu tun. Für die Aufbauphase wird ein Budget von 50.000 Euro gebraucht. wir bitten deshalb sehr darum, weitere SpenderInnen zu werben!

Für die GroßspenderInnenkampagne, durch die das Haus finanziert und der laufende Betrieb abgesichert werden soll, bauen wir zurzeit Kontakte zu wichtigen Schlüsselpersonen auf.

Vereinsgründung

Das Projekt wird zurzeit noch über den kleinen Verein Grenzgänge - Initiative von Theologinnen und Theologen e.V. getragen. Auf Dauer braucht das Projekt eine eigene Trägerstruktur. Deshalb wird in den nächsten Wochen ein eigener Verein gegründet. Ein Satzungsentwurf liegt derzeit zur Vorprüfung beim Finanzamt.

2. Veranstaltungstipps

Auf folgende Veranstaltungen möchten wir aufmerksam machen:

Überregional:

"Dienste ohne Grenzen?" Die Privatisierung im Dienstleistungsbereich und die Folgen für Frauen
Internationaler Frauenkongress 9.-11. Mai in Köln veranstaltet vom Frauennetz von attac.
Nähere Infos unter: www.attac.de
"Zusammen Vielfalt erleben" - Europäische Frauensynode 5.-10. August 2003 in Barcelona
Nähere Infos unter: www.synodalia.net

Region Bamberg:

Klüngelparty für Frauen, 8. Mai 2003 in den Haassälen in Bamberg
Moderation: Heide Friedrich (Kabarettistin)
Nähere Infos unter: http://baff-frauennetz.bnv-bamberg.de

3. Gedanken zum Tod von Dorothee Sölle

Vergangenes Wochenende ist die feministische Befreiungstheologin Dorothee Sölle überraschend gestorben. Ihr weiter Horizont und ihr unbeugsames Engagement für Gerechtigkeit und Solidarität faszinieren und fordern heraus. Dorothee Sölle hat Mystik und Widerstand, theologische Reflexion und politisches Handeln überzeugend gelebt. Sie war eine Frau, die Mut macht, den eigenen Weg konsequent zu gehen. Sie wird sehr fehlen als Theologin, als Dichterin und als Kämpferin.

In Erinnerung an sie das folgende Gedicht, in dem sie beschreibt, wovon auch das Projekt Frauenbildungszentrum lebt:

Für die jungen Genossinnen

Eine und eine Freundin und eine Freundin und eine Freundin
Sagt nicht das gibt vier
Es sind mehr

Das kleine Einmaleins ist die Freundschaft
Das Große die Revolution

Fang mit dem Kleinen an
Denn eine Freundin herrscht nicht
Eine Freundin hat immer Zeit
Oder sie weiß eine die jetzt Zeit hat
Eine Freundin weiß immer Rat
Oder sie kennt eine andere die Rat weiß
Eine Freundin ist immer zuständig
Oder sie findet welche zuständig ist

Das kleine Einmaleins ist das Netzwerk
Das Große ist die neue Stadt

Nach Dorothee Sölle

Impressum:

Projekt Frauenbildungszentrum
Redaktion: Christine Hertrich
Luitpoldstr. 21
96052 Bamberg

Telefon: 09 51 - 29 71 59 64
Fax: 09 51 - 29 71 59 68
E-Mail: info@frauenort-bamberg.de